Kinohighlights im Herbst – made in Austria

HERBST IST KINOZEIT

Nicht nur die kühleren Temperaturen, sondern auch das vielfältige und abwechslungsreiche Angebot an österreichischen Kinoproduktionen laden wieder zu einem Kinobesuch mit Freunden ein. Von Dokumentationen über Science-Fiction bis zum Saalbrüller ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Hier eine kleine Übersicht, worauf wir uns freuen dürfen:


RUBIKON

Im Jahr 2056 haben Großkonzerne die Erde untereinander aufgeteilt und fast völlig ausgebeutet. Auf der extraterrestrischen Forschungsstation Rubikon müssen eine Konzernsoldatin (Julia Franz Richter), ein genialer Wissenschaftler (Mark Ivanir) und ein junger Biologe (George Blagden) mitansehen, wie es auf der Erde zur Umweltkatastrophe kommt. Als sie Kontakt zu einer Gruppe Überlebender bekommen, stehen sie vor einem moralischen Dilemma.

Special Effects für alle Sinne: Die erst 34-jährige österreichische Filmemacherin Leni Lauritsch überzeugt mit ihrem Sci-Fi-Langspieldebüt erzählerisch wie visuell. Eine hochspannende Geschichte über das Leben und Überleben, mit drei starken HauptdarstellerInnen besetzt und mit Bildern, die die Enge der Raumstation so souverän auf die Leinwand bringen wie die Weiten des Weltraums. Stilsicher inszeniertes Genrekino mit tiefgründigem Background.

Ab 16.09. in den heimischen Kinos.


FÜR DIE VIELEN – DIE ARBEITERKAMMER WIEN

Im Direct-Cinema-Stil porträtiert Constantin Wulffs neuer Dokumentarfilm „Für die Vielen – Die Arbeiterkammer Wien“ eine einzigartige österreichische Institution in einem Schlüsselmoment: die Arbeiterkammer (AK) wird während der Vorbereitungen für ihr 100-Jahr-Jubiläum begleitet und erweist sich als umsichtige Anlaufstelle für die vielen Menschen, die um ihre Rechte kämpfen. Die vielfältigen Einblicke zeigen, wie sich die Aufgaben der AK mit Digitalisierung und Globalisierung geändert haben. Der Ausbruch der Covid-19-Pandemie wird zur nächsten großen Herausforderung… „Für die Vielen“ ist das Porträt einer Institution zwischen reicher Vergangenheit und ungewisser Zukunft – sowie des gesellschaftlichen Ausnahmezustands der Gegenwart an sich.

Ab 23.09. in den heimischen Kinos.


LOVE MACHINE 2

Georgy Hillmaier, wieder Single, kehrt nach einem langen Aufenthalt bei den Mönchen in Thailand nach Wien zurück. Einigermassen geläutert, voll auf der Buddhawelle, aber ohne Job und ohne Bleibe. Kaum zurück, fordern ihn die Frauen wieder auf allen Ebenen. Exfreundin Jadwiga eröffnet ihm, dass er in der Zwischenzeit Vater geworden ist und Georgys Schwester Gitti überrascht ihn mit beruflichen Plänen, für die er wieder einmal unter körperlichem Einsatz ganz schön ins Schwitzen gerät…

Ab 6.10. in den heimischen Kinos zu sehen.


EISMAYER

Vizeleutnant Eismayer, der härteste Ausbilder beim österreichischen Bundesheer, hütet ein sorgfältig vor der Öffentlichkeit verborgenes Geheimnis: Er ist schwul. Als er sich in einen Rekruten verliebt, gerät sein heteronormativ konstruiertes Leben ins Wanken. Das traditionelle Rollenbild des Soldaten ist für einen Mann wie Eismayer mit einer schwulen Beziehung nicht vereinbar. Wird er seinem Image des knochenharten Machos treu bleiben oder dem Ruf seines Herzens folgen? Kann letztlich gar beides miteinander vereinbar sein? Nach wahren Begebenheiten.

Ab 28.10. in den heimischen Kinos zu sehen.


MUTZENBACHER

Mit einem Zeitungsaufruf lädt Ruth Beckermann zu einem Casting für einen Film ein, der einen bekannten pornografischen Text zur Grundlage hat. Der Film MUTZENBACHER konfrontiert hundert Männer mit Auszügen aus dem Roman »Josefine Mutzenbacher oder Die Geschichte einer Wienerischen Dirne«, in einer Zeit, in der Sex mehr denn je allgegenwärtig ist, aber gleichzeitig auf ein moralisch hochgradig aufgerüstetes Umfeld trifft.

Ab 4.11. in den heimischen Kinos zu sehen.


Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen

Claudia Müllers Film über Elfriede Jelinek, die 2004 als erste österreichische Schriftstellerin mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde, stellt ihren künstlerischen Umgang mit Sprache in den Mittelpunkt. Vielschichtig und assoziativ nähert er sich der Kunst seiner Protagonistin mit ihren eigenen sprachkompositorischen Verfahren. Unter Mitwirkung und mit den Stimmen von Ilse Ritter, Sandra Hüller, Stefanie Reinsperger, Sophie Rois, Maren Kroymann und Martin Wuttke ist ein vielschichtiges und faszinierendes Filmporträt entstanden.

Ab 10.11. in den heimischen Kinos zu sehen.


BREAKING THE ICE

Mira lebt für den Eishockeysport und führt mit starkem Willen als Kapitänin ihr Team. Eine Herausforderung, dies mit ihrer Rolle im elterlichen Weinbau zu vereinen: mit ihrer Mutter und ihrem unternehmungslustigen, aber immer dementeren Opa führt sie den Hof – mit der ganzen Verantwortung.
Die neue Spielerin Theresa bringt sie mit ihrer Unbekümmertheit und Offenheit völlig aus der Fassung. Und als auch noch Miras verschwundener Bruder Paul auftaucht und alle drei sich im nächtlichen Wien verlieren, entdeckt Mira die Freiheit, die es bedeutet, Regeln zu brechen, sich selbst neu zu erfinden – und dass man nur lieben kann, wenn man loslässt.
Mit Alina Schaller (Vorstadtweiber) als Mira, Pia Hierzegger (Die wilde Maus) als Mutter, Wolfgang Böck (Trautmann) als Opa, Judith Altenberger als Theresa, Tobias Resch als Paul und Spielerinnen des österreichischen Damen-Eishockey-Nationalteams, der Vienna Sabres u.a.

Ab 25.11. in den heimischen Kinos.


MEIN WENN UND ABER

Um sich selbst zu verwirklichen, muss man erst mal wissen, was man will. Nach „Mein halbes Leben“ und „Nägel mit Köpfen“ kommt der dritte Teil der österreichischen Kultserie von Marko Doringer auf die große Leinwand. „Mein Wenn und Aber“ ist ein bitter-süßer Beziehungsfilm über Liebe, Arbeit und den täglichen Kampf ums Glück. Einfühlsam, beharrlich und humorvoll erforscht Regisseur Marko Doringer die Gefühlswelt einer Generation, die um ihren Weg ringt.

Ab 30.12. in den heimischen Kinos zu sehen.